zwei Mitarbeiter/innen (m/w/d) im Besucherbergwerk Pferdegöpel, Ausbildungsplatz...

Sonntag | 3. Oktober | 9 – 16 Uhr

Start & Ziel: Bergmagazin Marienberg

Die vorläufigen Wahlergebnisse der Bundestagswahl 2021 für das Stadtgebiet der...

Aktuelles

Sanierung des Besucherbergwerkes Molchner Stolln abgeschlossen

Band durchschneiden im Molchner Stolln

Foto: Kristian Hahn

Nach einjähriger aufwendiger Sanierung über Tage und unter Tage wurde am Dienstag, dem 3. August 2021 das Besucherbergwerk Molchner Stolln im Ortsteil Pobershau offiziell wieder seiner Bestimmung übergeben. Begrüßen konnte Oberbürgermeister André Heinrich zu diesem freudigen Anlass im Mannschaftsraum des Besucherbergwerkes unter anderem den Betreiber des Schaubergwerkes, Gernot Scheuermann, den Landrat des Erzgebirgskreises und Vorstandsvorsitzenden des Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V., Frank Vogel, die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Erzgebirge e. V., Ines Hanisch-Lupaschko, Frank Rottluff
vom Sächsischen Oberbergamt Freiberg sowie den Geschäftsführer der Bergsicherung Schneeberg GmbH, Bernd Schönherr. Weiterhin waren der Geschäftsführer Nick Leißring vom zuständigen bergtechnischen Ingenieurbüro GEOPRAX und Professor Dr. Helmuth Albrecht, Vorsitzender des Fördervereins der Montanregion Erzgebirge e. V. der Einladung gefolgt. Unter den Gästen konnten auch Vertreter des Stadtrates sowie der Bergbrüderschaft Pobershau e. V. sowie der Bergknappschaft Marienberg e. V. begrüßt werden.

Der Oberbürgermeister führte in seinem Grußwort näher zum Projekt aus. Nach ersten Kostenermittlungen und der notwendigen Fördermittelakquise zur Umsetzung dieses Großprojektes, konnte im Juli 2020 mit den Arbeiten begonnen werden. Der Hauptauftragnehmer der Maßnahme war die Bergsicherung Schneeberg GmbH, bergbautechnisch wurde das Vorhaben vom Sächsischen Oberbergamt Freiberg begleitet. Die Modernisierungsarbeiten erstreckten sich auf 10 verschiedene Schächte, Gänge und Stolln unter Tage. Es wurden unter anderem alte Holzausbaue rückgebaut, entsorgt und neue Holzausbaue unter Verwendung langlebiger Hölzer eingebaut. Zur Gewährleistung eines sicheren Besucherweges wurden vorhandene Absturzsicherungen nach den aktuellen Sicherheitsanforderungen
modernisiert. Ebenso konnten defekte und instabile Laufwerke und Umtrittbühnen zurückgebaut und erneuert werden. Es erfolgten der Einbau von Gebirgsankern zur Sicherung der Hohlraumkontur sowie einer Firstsicherung aus Stahlträgern mit Verzug und die Modernisierung der Elektro- und Telefonanlage.

Im Bereich des Reichelschachtes wurde das von Pilz befallene alte Wasserrad mit Kunstgezeug demontiert und ein neues Wasserrad mit einem Durchmesser von 2,75 m mit einem neuen Kunstgezeug aus Lärchenholz wieder eingebaut. Auch über Tage fanden umfangreiche Modernisierungsarbeiten im Bereich der Außenanlage zur Erweiterung der Attraktivität statt. Die Außentreppe wurde erneuert, eine Absturzsicherung zur Roten Pockau hin geschaffen und neue Werbe- und Hinweisschilder installiert.
Um das Erlebnis Bergbau für die Besucher noch nachvollziehbarer zu machen wurde eine neue Schachtkaue mit Fördereinrichtung nachgebildet.
„Die Großinvestition in einer Höhe von nahezu 1 Mio. € ist eine Investition in unsere Stadt Marienberg und in die Zukunft der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří“, so Oberbürgermeister André Heinrich. Nach den Grußworten des Landrates sowie der Vertreter vom Oberbergamt und der Bergsicherung Schneeberg stießen alle Gäste mit Betreiber Gernot Scheuermann gemeinsam auf den erfolgreichen Abschluss des Vorhabens an.

 

Wappen SachsenDiese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

 

 

Logo Bundesministerium für Wirtschaft und EnergieDie Mitfinanzierung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erfolgt auf der Grundlage des vom Deutschen Bundestag beschlossenen Haushaltes.

 

 

Die voraussichtlichen Gesamtkosten betragen ca. 976.000 €.
Die reinen Baukosten belaufen sich auf ca. 890.000 €. Die zuwendungsfähigen Kosten werden über das Programm Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ GRW-Infra zu 85 % gefördert.